1. Ausstellung im Mittelalterhaus Nienover

Gepostet Von jenswessel am Nov 3, 2011 |


Die Ausstellung im Mittelalterhaus Nienover war eine echte Herausforderung für mich, dabei fing alles ganz harmlos an. Bei einer sommerlichen Kaffeerunde mit Thorsten, Franzi und meinen Eltern wurde die Idee geboren im Oktober eine Ausstellung zu machen. Gut, da war noch alles weit weg und ich hatte noch keine richtige Vorstellung was auf mich zukommt. Thorsten Schwarz konnte den Landkreis Northeim für dieses Projekt gewinnen, denn im Mittelalterhaus Nienover, welches das 13. Jahrhundert darstellt, gab es vorher noch keine Bilderausstellung. Somit war der Weg für meine erste Ausstellung geebnet.
Langsam fingen meine Planungen an. Wo bestelle ich die Bilder, welches Format sollen sie haben und wo können sie im Mittelalterhaus aufgehängt werden? Erstmal habe ich gemeinsam mit Thorsten Schwarz ausgelotet wo im Mittelalterhaus Nienover die Bilder platziert werden können. Es zeichnete sich ab, dass es nur in Kemenate, Laden und Diele sein kann. Ziemlich schnell war auch klar in welcher Grösse die Bilder sein müssen. Eine weitere Herausforderung war das Licht, denn im Mittelalterhaus gab es sonst nur Kerzen und Öllampen, also mussten Leitungen für die Lichtinstallation gelegt werden. Ufff, ein riesiger fast unüberwindbarer Berg stand vor mir. Zum Glück ergab sich sehr schnell eine Lösung für das Lichtproblem ab. Hermann Kurz alias Tom Bombadil hat sich des Lichtproblems angenommen. Ich war und bin sehr glücklich darüber, denn ohne Hermann hätten wir im Dunkeln gestanden. Nachdem das geklärt war, brauchte ich mehrere Wochen um eine finale Bildauswahl zu treffen. Dann wurde alles sehr konkret, ein Flyer wurde von mir erstellt und zum Druck in Auftrag gegeben. Gleichzeitig habe ich bei einigen Printanbietern Testbestellungen gemacht. Letztendlich bekam das Printstudio Kassel den Zuschlag. Parallel zu meinen Vorbereitungen waren Thorsten und Franzi in ihrer Freizeit unermüdlich im Einsatz, um das Haus für die Ausstellung vorzubereiten und winterfest zu machen. Auch bin ich sehr froh das die Beiden mir so geholfen haben.

Nachdem die grundlegenden Sachen geklärt und abgehakt waren musste ich mich um „Sekt und Häppchen“ für die Ausstellungseröffnung kümmern. Da gilt mein grosser Dank meiner Mutter, die zusammen mit Ursel Dörbaum diesen Part übernommen hatten.

Nun wurde es ernst. Die Lichtinstallation rückte näher. Mein Vater, Hermann, Thorsten und ich haben einen ganzen Samstag damit verbracht Kabel zu ziehen und Lampen zu montieren. Alles wurde so gebaut das es problemlos wieder abgebaut werden konnte und das Haus wieder in das 13. Jahrhundert zurückversetzt werden konnte. Alles hat gut geklappt und das Licht funktionierte auf Anhieb.

Einige Tage vor der Ausstellungseröffnung waren die Bilder fertig und wir konnten mit dem Aufhängen der Fotoleinwände beginnen. Auch das Ausrichten der Lampen ging sehr zügig und war problemlos.

Am Tag der Ausstellungseröffnung waren alle sehr aufgeregt, schliesslich hatten wir keine Erfahrung und es war meine erste Ausstellung. Doch alles verlief reibungslos. Die Häppchen waren vorbereitet, die Getränke kalt gestellt, das Haus geheizt, die Bilder an ihrem Platz und das Haus selbst war perfekt illuminiert. Federführend war auch hier Thorsten Schwarz der das Haus ins rechte Licht gerückt hatte. Peter und Christiane waren zum Glück auch da und haben ebenfalls dafür gesorgt das die Dinge funktionierten. Zur Eröffnung der Ausstellung hielt Ralph Buberti vom Landkreis Northeim eine kurze Eröffungsrede vor den ca. 35 Besuchern. Sehr gefreut habe ich mich über das Geschenk vom Landkreis Northeim, welches mir von Ralph Buberti und der Kreisarchäologin Dr. Petra Lönne überreicht wurde. Somit war meine 1. Ausstellung eröffnet und alles hat ganz wunderbar geklappt.

Die Ausstellung war für mich eine Herausforderung und eine positive Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Mein besonderer Dank gilt meiner Familie, meiner Freundin, meinen Freunden und dem Landkreis Northeim die diese Ausstellung ermöglicht haben.

Herzlichst Jens